Das Geschehen um das 9-Euro-Ticket konnte die Eislinger AWO am Pfingstmontag nicht davon abhalten, nach mehrjähriger Pause wieder ihr Exclusiv-Programm „Mit Bahnen und Bussen in der Region Stuttgart“ durchzuführen. Mit einer 30-köpfigen Gruppe war das AWO-Ausflugsteam ganztägig unterwegs.

Den Auftakt bildeten zwei Fahrten mit RELEX-Bussen der Region Stuttgart ab Göppingen nach Lorch und von Waiblingen über den Schurwald nach Esslingen. Dann ging  es weiter zu Deutschlands modernstem Fernbusterminal am Flughafen, Start- oder Endpunkt für Busreisen in ganz Europa.

Die weiteren Etappen der von der AWO ausgetüftelten Tagesreise „ohne Stress und mit nur kurzen Fußwegen“ wurden auf der Schiene bewältigt. Zunächst ging es mit der Schönbuchbahn nach Dettenhausen, wo das Mittagessen anstand und die sichtbaren Erfolge einer reaktivierten Bahnstrecke „erfahren“ werden konnten.

Nächstes Ziel war die Seilbahn im Stuttgarter Süden, die auf den Waldfriedhof hinaufführt und seit 1919  den Bürgern der Landeshauptstadt einen beschwerlichen Weg erspart. Nur 4 Minuten in jeder Richtung dauerte das Vergnügen, das sich wenig später mit Start auf dem Marienplatz fortsetzte. Der Umstieg in die Zahnradbahn, im Volksmund „Zacke“ genannt, stand nun an und ermöglichte auf dem 2 Kilometer langen Weg hinauf nach Degerloch mehrere faszinierende  Panorama-Aussichten auf die schwäbische Metropole.

Nicht unbedingt als Vergnügen sind die gegenwärtigen Verhältnisse am Stuttgarter Hauptbahnhof zu bezeichnen. Es dürfte sich um die eigenartigste Fußgänger-Umleitung in der Bahngeschichte handeln. Nicht wenige Reisende waren auf ihrer Hetze zum Bahnsteig zu beobachten. Die AWO fand auf Anhieb in Ruhe und Gelassenheit ihr Gleis und ihren Zug und traf mit einer nur kurzen Verspätung wieder in Eislingen ein.

„Der Weg war das Ziel“ lautete das Resümee des AWO-Ortsvorsitzenden Ardian Ponik. Damit hatte auch die siebte Ausgabe des AWO-Programms „Region Stuttgart auf Schienen“ ihren erfolgreichen Abschluss gefunden.